Lösungsvorschläge für eine bessere Therapietreue
Werden Sie Ihr eigener Gesundheitsexperte!
Als Patient sind Sie gefordert eigenverantwortlich und aktiv zum Erfolg einer Behandlung beizutragen!
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Sie sollten wissen, warum Sie gerade diese(s) Medikament(e) einnehmen müssen und was Ihr persönlicher Nutzen bei regelmäßiger Einnahme ist.
Scheuen Sie sich deshalb nicht, Ihren Arzt genau zu befragen, bis Sie verstanden haben, warum, wann und wie Sie Ihre Tabletten einzunehmen haben.
Äußern Sie auch Ihre Bedenken, wenn Sie auf dem Beipackzettel von möglichen Nebenwirkungen des Medikaments lesen, die Sie ängstigen und vor der Einnahme
zurückschrecken lassen. Womöglich kann der Arzt Ihre Bedenken zerstreuen oder Ihnen ein anderes Medikament verschreiben.
Wenn Sie einer Behandlung zugestimmt haben, sollten Sie sich konsequent an die ärztlichen Verordnungen und Empfehlungen halten. Reduzieren Sie die Dosis
nicht eigenmächtig und setzen Sie die Medikamente nicht nach eigenem Gutdünken ab! Sollten unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, informieren Sie Ihren Arzt.
Bessere Therapietreue durch ein vertrauensvolles Miteinander
Grundlage für eine Verbesserung Ihrer Therapietreue ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ihnen, Ihrem Arzt und Ihrem Apotheker.
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Ihr Arzt sollte Sie umfassend über Ihre Erkrankung, mögliche Behandlungen sowie (Neben-)Wirkungen notwendiger Medikamente aufklären. Die Behandlungsziele sollte er
mit Ihnen gemeinsam entwickeln, das heißt: er sollte Sie schon in die Therapieplanung aktiv einbeziehen und dabei Ihre Bedürfnisse und persönlichen Lebensumstände
berücksichtigen. Gerade die Angaben zur Medikamenteneinnahme sollten verständlich und exakt formuliert sein und Ihnen am besten schriftlich ausgehändigt werden.
In bestimmten Fällen, etwa von Pflegebedürftigkeit und Demenz, ist eine Rücksprache des Arztes mit Angehörigen und/oder Pflegenden – nach Einverständnis des
Patienten – sinnvoll, um eine angemessene Behandlung und Medikamenteneinnahme zu gewährleisten.
Auch Ihr Apotheker hat eine wichtige unterstützende Funktion für Ihre Therapietreue. Er kann sich beispielsweise beim Aushändigen Ihrer Medikamenten vergewissern,
ob Sie die Dosiervorschriften kennen und Ihnen diese gegebenenfalls erläutern.
Kommt es, z.B. bei Verordnung mehrerer Medikamente durch verschiedene Ärzte, zu unerwünschten Wechselwirkungen zwischen einzelnen Präparaten, kann der Apotheker
Rücksprache mit Ihrem Arzt halten oder Ihnen zu einem weiteren Gespräch mit diesem raten.
Generell kann der Apotheker Ihnen genaue Informationen zu Ihren Medikamenten geben.
Bessere Therapietreue durch praktische Alltagshilfen
Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die Ihnen dabei helfen können, die Medikamente verordnungsgetreu einzunehmen.
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Vorausschauende Planung:
Planen Sie die Medikamenteneinnahme fest in Ihren Tagesablauf ein! Nehmen Sie Ihre Tabletten immer zur gleichen Zeit ein, also z. B.
morgens immer beim Kaffeekochen. Oder legen Sie sie schon nach dem Abendessen für den nächsten Tag zurecht.
Notizzettel:
An markanten Stellen der Wohnung, z. B. der Wohnungstür, der Garderobe, dem Badezimmerspiegel, können Notizzettel Sie an die regelmäßige Tabletteneinnahme erinnern.
Tagebuch oder Gesundheitspass:
Ein Tagebuch kann die korrekte Medikamenteneinnahme ebenfalls unterstützen. Vermerken Sie z. B. in einem kleinen Notizbuch täglich, wann Sie
welche Medikamente eingenommen haben. Zudem können Sie mögliche unerwünschte Nebenwirkungen notieren und dies beim nächsten Besuch Ihrem Arzt mitteilen.
Außerdem gibt es mittlerweile zu verschiedenen, vor allem chronischen Krankheiten sogenannte Gesundheitspässe, z. B. zu Bluthochdruck, Asthma, Diabetes und Allergien. Diese erhalten Sie z.B. bei Ihrem Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Elektronische Erinnerungshilfen:
Wecker bzw. Weckfunktionen, z. B. an Mobiltelefonen oder Armbanduhren, sind ebenfalls eine gute Gedächtnisstütze.
Familie oder Betreuungspersonen:
Auch Verwandte, Freunde oder Mitarbeiter eines Pflegedienstes, den Sie möglicherweise in Anspruch nehmen, sind gute
Erinnerungspartner für Ihre Medikamenteneinnahme.
Tages- oder Wochendispenser:
Mit jeweils einem Fach für morgens, mittags, abends und nachts sind Tages- und Wochendispenser gerade bei dauerhafter und regelmäßig erforderlicher
Tabletteneinnahme wertvolle Helfer. Hier werden die Tabletten von Hand durch Sie selbst, einen Angehörigen oder einen Pflegedienst für einen oder
mehrere Tage gemäß Dosierungsvorschrift einsortiert.
Wochenblister:
Ein bereits vorsortierter Wochenblister ist eine noch praktischere Lösung zur richtigen und sicheren Tabletteneinnahme. Diese spezielle
Verpackung enthält bereits die Medikamente, die Sie im Laufe einer Woche einnehmen sollen. Sie holen den Blister in Ihrer Apotheke ab und
sind damit vom lästigen, oft schwierigen eigenhändigen Tablettensortieren befreit. Zu jedem Einnahmezeitpunkt entnehmen Sie dem jeweiligen
Fach ganz einfach die darin enthaltenen Medikamente. So erhalten Sie immer das richtige Medikament in der richtigen Dosierung zum richtigen Zeitpunkt.